FAU Freizeit und Solidarität mit #IchBinArmutsbetroffen

Bei unserem einmal im Monat stattfindenden Freizeittreffen der Freien Arbeiter*innen Union Sektion Ruhr Ost hat es uns dieses Mal nach Gelsenkirchen zur Halde Rungenberg verschlagen. Bei ausgelassener Stimmung genossen wir zusammen das ideale Wanderwetter und die schöne Aussicht über das Ruhrgebiet.

Im Anschluss fuhren wir nach Bochum, um die Protestkundgebung von „#IchBinArmutsbetroffen“ am Hauptbahnhof zu unterstützen. Wir halten die Initiative für einen wichtigen Schritt, um darauf aufmerksam zu machen, dass die aktuelle Krise des Kapitalismus und die damit einhergehenden steigenden Kosten zu einer weiteren Verelendung der Arbeiter*innenklasse führen. Grade im Ruhrgebiet sind 1,3 Millionen Menschen von Armut betroffen. Eine Zahl, welche in einer der reichsten Länder der Erde offen legt, wie „sozial“ die Zustände in diesem Land tatsächlich sind.

Vor Ort verteilten wir unser Infoblatt zu den explodierenden Gaspreisen und hoffen, dass wir mit unserer Teilnahme ein kleines Zeichen der Solidarität setzen konnten.

So ging ein gelungener Tag für unsere Sektion zu Ende, an dem einige neue Gesichter teilgenommen haben. Wenn du auch mit uns auf Wanderschaft gehen möchtest, unsere Aktionen mittragen oder deinen Arbeitsplatz organisieren willst, schließe dich uns an und werde Mitglied in der Freien Arbeiter*innen Union!

Schwarzrotes Freizeit-Wochenende im Grünen

Fast auf den Tag ein Jahr nach dem ersten Treffen, bleibt unsere kleine Tradition der Freizeittreffen stabil. Am vergangenen Wochnenende traf sich die FAU Ruhr-Ost zum gemütlichen Beisammensein auf dem Anwesen einer Bochumer Hofgemeinschaft.

Angesichts der Hitze und des geplanten Programms verzichteten wir dieses Mal auf körperliche Arbeiten und befassten uns stattdessen mit inhaltlichen Themen.
Hervorzuheben ist dabei die ausführliche Besprechung unserer individuellen Situationen; denn sowohl von der Arbeit, als auch persönlich, gab es viel zu erzählen. Zusammen suchten wir nach Wegen aus festgefahrenen Situationen und unterhielten uns über Perspektiven der Gewerkschafts- und Betriebsarbeit im Großen und Kleinen.
Es entstand ein Austausch, der so auf Arbeitstreffen wahrscheinlich gar nicht möglich wäre. Wir haben uns dabei auch überlegt wie wir kollektiv, auch über die Grenzen der Betriebszugehörigkeit hinaus, für einander gegen die Zumutungen der Arbeitgeber*innen einsetzen und unsere Kolleg*innen für gemeinsame Kämpfe gewinnen können.

Jede*r von uns kennt das: Idealerweise soll im liberalen Kapitalismus wichtige Entscheidungen für das Arbeitsleben und die Karriere jede*r einzeln treffen und die Konsequenzen daraus für sich (und möglicherweise Angehörige) tragen. Das nennt sich dann Eigenverantwortung. Unter Umständen können uns Freund*innen, Familie und vielleicht noch Arbeitkolleg*innen Ratschläge für wichtige Entscheidungen erteilen. In persönlichen Krisensituationen sind wir möglicherweise noch auf Job-Berater*innen, Psycholog*innen oder gar unsere Chef*innen angewiesen. Dass eine Gewerkschaft uns ebenfalls wichtige Impulse für diese Entscheidungen geben kann, haben wir an diesem Wochenende bewiesen. Gegenseitige Hilfe und Selbsthilfe sind schließlich Teil unserer Gewerkschaftskultur.

Außerdem freuten wir uns über das Wiedersehen mit FAU Genoss*innen vom, in Gründung befindlichen, Kollektivbetrieb „Vereinte Kräfte“. Der Betrieb für Haushaltshilfe entsteht gerade in Bochum. Hier könnt ihr euch näher darüber informieren: https://www.kollektive-initiative.de/. Um den Aufbau des Kollektivs zu unterstützen läuft derzeit eine crowdfunding Kampagne, die hier unterstützt werden kann: https://www.startnext.com/vereinte-kraefte

Es war ein schönes Treffen. Pünktlich zur Erdbeerernte, mit Grillabend und Übernachtung unter freiem Himmel. Wir freuen uns auf alle Interessierten und zukünftigen Genoss*innen und Mitstreiter*innen.

Bis zum nächsten Mal
Die FAU-Sektion Ruhr-Ost

El Entusiasmo: Filmvorführung in Dortmund, 25. Juni

Dortmund, 25.06.2022, 21 Uhr im Kino sweetSixteen (Immermannstr. 29, 44147 Dortmund)

Film zur Geschichte der CNT in Spanien. Dabei sind auch Mitglieder der Produktions-Crew des Films.

INHALT: 1975 starb Europas letzter faschistischer Diktator: Francisco Franco. Sein Tod machte in Spanien den Weg frei für eine aufbegehrende Jugend, die vieles nachzuholen hatte. Aber auch die exilierten Kämpfer aus dem Spanischen Bürgerkrieg kehrten zurück. In dieser Phase der sogenannten Transición, dem Übergang von der Diktatur zur bürgerlichen Demokratie, schien alles möglich – selbst der Traum, die Revolution von 1936 zu beenden. Der Film legt den Fokus auf Francos erbittertsten Gegner: die Anarchisten und Syndikalisten. Ihre Organisation, die Gewerkschaft Confederación Nacional del Trabajo (CNT), bis zum Sieg Francos ein entscheidender Faktor in der spanischen Gesellschaft, erlebte eine Renaissance. In nur zwei Jahren wurde aus einer klandestinen Untergrund-Organisation wieder eine Massenbewegung. Sie organisierte Versammlungen mit hunderttausenden Teilnehmern, Libertäre Tage, Streiks und Widerstand gegen den neuen liberalen Kapitalismus. Schnell zerrieb sich dieser Aufbruch allerdings nicht nur in internen Konflikten, sondern wurde auch massiv durch geheimdienstliche Interventionen sabotiert. »El Entusiasmo« ist auch die Geschichte einer Niederlage.


Wir freuen uns auf euch!

https://www.sweetsixteen-kino.de/filme/el-entusiasmo/
https://www.elentusiasmo.com/

Am gleichen Tag wird der Film auch in Düsseldorf um 16:00 im Kino Metropol gezeigt. Mit dabei sind der Regisseur Luis E. Herrero und der Produzent Javier Rueda. Begleitet wird die Filmvorführung von der Freien Arbeiter:innen Union Düsseldorf.

https://filmkunstkinos.de/filme/el-entusiasmo-2022/

Veranstaltungen im Mai 2022

17.5.2022, Bochum – Vortrag: Was ist die FAU und wie funktioniert sie?

Eine Einführungsveranstaltung für Interessierte und neue Mitglieder über die Gewerkschaft FAU, ihre Geschichte und Perspektiven, Theorie und Praxis.

Die FAU ist an erster Stelle eine Gewerkschaft. Das ist erst mal praktisch, da sie damit die Möglichkeit bietet, sich am Arbeitsplatz zu organisieren, dem Ort, an dem die meisten Menschen sehr viel Zeit verbringen. Denn bei Konflikten am Arbeitsplatz ist es immer besser, nicht allein dazustehen. Wie funktioniert das aber konkret? Wie ist die juristische Lage? Wie sind die bisherigen Erfahrungen? Wer kann mitmachen? Was ist bei der FAU anders als bei anderen Gewerkschaften? Was sind ihre Mittel und Ziele? Und was hat es mit diesem ominösen Begriff „Anarchosyndikalismus“ auf sich? Diese und viele andere Fragen versuchen wir zu beantworten. Dazu wird es einen Vortrag geben.

17.5.2022 / 19 Uhr / Kostnixladen, Dorstenerstr. 37, 44787 Bochum

21.05.2022, Dortmund – Vortrag über die anarcho-syndikalistische Arbeiterwehr: Schwarze Scharen

Seit 1929 formierten sich anarcho-syndikalistische Kampfverbände. Sie stellten sich entschlossen gegen diktatorische Entwicklungen, schossen auf Nazis und legten für den Fall der Machtübernahme durch Hitler ein Waffenlager an. Sie traten auf mit dem Kürzel SS – für „Schwarze Scharen“.

Der Historiker Helge Döhring vom Institut für Syndikalismusforschung stellt diese Arbeiterwehr vor, ihre Aktivitäten, ihre Widersprüche zur anarcho-syndikalistischen Methodik und diskutiert über die Nützlichkeit ihrer Geschichte für heute.

Radiointerview mit Helge Döhring:
https://www.freie-radios.net/46670
Besprechung von Gabriel Kuhn:
https://kritisch-lesen.de/rezension/vorkriegsantifa

Am 21.05.2022. ab 19:00 Uhr – Langer August Café – Braunschweiger Str. 22, 44145 Dortmund

24.05.2022, Duisburg – Vortrag: Amazon in Aufruhr

Amazon ist in aller Munde, als Profiteur der Pandemie und Steuerbetrüger. Auch die Arbeitsbedingungen in den Lagern stehen in der Kritik. In der Öffentlichkeit kommen die ArbeiterInnen allerdings nur als Opfer vor. Dabei versuchen sie seit mindestens acht Jahren zum Teil erfolgreich, ihre Bedingungen selbst zu verbessern, indem sie sich organisieren und kämpfen. Wir wollen diese Versuche an Beispielen aus der BRD, den USA, Italien und Polen diskutierten. Gerade im Moment zeigt sich immer deutlicher, dass die ArbeiterInnen bei Amazon Teil eines Trends in der Logistik sind, wie u.a. der aktuelle Kampf der ArbeiterInnen bei Gorillas zeigt.

24.05.2022, 18:30 Uhr, Syntopia, Gerokstraße 2, 47053, Duisburg

Die Veranstaltung findet unter 2G-Bedingungen statt. Dies wird am Eingang kontrollieren: Führt bitte euer Impfzertifikat oder Genesungsnachweis sowie einen Lichtbildausweis mit. Weitere Infos dazu findet ihr hier.

Der 1. Mai 2022 im Ruhrgebiet

Duisburg

1. Mai Zusammenkunft

Mit euch möchten wir den Internationalen Arbeiter*innen-Kampftag in Duisburg begehen. Wir öffnen ab 10 Uhr das Syntopia (Gerokstr. 2, 47053 Duisburg, Haltestelle Pauluskirche) und laden ein zu:

  • Revolutionäres Frühstück
  • Büchertisch, Infomaterial und mehr.
  • Informieren und Kennenlernen

Wer möchte kann gegen 14 Uhr mit uns vom Syntopia aus nach Dortmund zur anarchistischen 1. Mai Demo fahren (Ihr könnt auch direkt zum Zugtreffpunkt um 14:30 Uhr auf Gleis 12 im HBF Duisburg kommen).

Wir hoffen auf gutes Wetter, so dass wir auch den Platz vor dem Syntopia nutzen können. Im Laden gilt 2G und Maskenpflicht (Ausnahme zum Essen und Trinken).

Nachdem wir uns in letzter Zeit pandemiebedingt nur selten sehen konnten, freuen wir uns umso mehr darauf, wieder viele FAU Mitglieder, Freund*innen und Interessierte zu treffen!

Dortmund

Wir tragen dieses Jahr die anarchistische 1. Mai Demonstration in Dortmund mit. Wir organisieren einen eigenen Block der Freien Arbeiter* innen Union zu dem wir euch einladen möchten, sich anzuschließen.

Der Aufruf zur Demonstration

Du stehst morgens auf, machst Frühstück für die Kinder, fährst dann zur Arbeit. Wenn du abends müde nach Hause kommst, hast du ein Stück der Welt gebaut, in der wir leben. Wie Millionen andere Menschen auch, die dafür sorgen, dass es Häuser, etwas zu Essen, Möbel, Kulturveranstaltungen – einfach Alles – gibt. Du und ich, wir bauen jeden Tag diese Welt.

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12.03.2022, Duisburg: „Take Back The Night“ im Rahmen des internationale Feministischen Kampftag

Femtopie & FAU Sektion Ruhr West present:

Take Back The Night

12. März ab 17 Uhr Dellplatz in Duisburg

FINTA only!

FINTA = Frauen, inter, nicht-binäre, trans und agender Personen

Wir FINTA haben oft Angst nachts durch die Straßen zu gehen. Unsere Körper werden beurteilt, wir werden distanzlos angesprochen, uns werden unangemessene Komplimente zugemurmelt und Sprüche an den Kopf geworfen. Im schlimmsten Fall drohen körperliche oder sexuelle Übrgriffe.

Wir wollen uns nicht mehr unwohl und belästigt fühlen! – Wir holen uns den Raum und die Nacht zurück!

Nur der Internationale Feministische Kampftag alleine genügt nicht, um darauf aufmerksam zu machen: Wir nehmen unseren Raum ein und konfrontieren das Mackertum!

Was machen wir an dem Abend?

Lasst uns die Straßen mit feministischen Slogans erobern, feministische Kunst ersteigern, gemütlich einen Happen essen, unbeschwert Musik hören, laut sein und uns breit machen!

Wenn ihr mögt, bringt Kreide mit! Wenn ihr habt, auch gerne eure feministische Kunst als Spende zum Versteigern!

Barrierefreiheit:

Der Dellplatz ist barrierefrei durch zwei flache Rampen erreichbar. Die nächste barrierefreie Toilette befindet sich leider erst ca. 500m entfernt in der Innenstadt. Weitere Toiletten gibt es im näheren Umfeld, meist in Lokalen. Bringt dafür am besten einen 2G Nachweis mit.

11.03.2022, Dortmund: Vortrag zur Märzrevolution 1920

Die Plattform Ruhr und die Freie Arbeiter*innen-Union Sektion Östliches Ruhrgebiet laden für den 11. März nach Dortmund ins Black Pigeon (Scharnhorststraße 50) ein zu einem Infovortrag über die Märzrevolution von 1920.

Wolltet ihr schon immer mal wissen, wie es dazu kam, dass vor 102 Jahren als Reaktion auf einen faschistischen Putsch in dutzenden Städten unserer Region Massenproteste, Massenstreiks und die Bildung von Räten organisiert wurden? Dann kommt gerne dazu und findet es heraus! Nach dem Vortrag wird es auch noch Raum geben über das Gehörte mit dem Referenten der Geschichtswerkstatt Dortmund zu diskutieren und sich auszutauschen.

Die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr, bitte testet euch vorher, wenn ihr könnt.
Teilt die Einladung und kommt zahlreich! Wir freuen uns auf euch!

Erklärung der CNT gegen den Krieg in der Ukraine und gegen den Militarismus

Angesichts der militaristischen Eskalation in Osteuropa gibt die CNT die folgende Erklärung ab:

Der zwischenstaatliche Konflikt, der in Osteuropa geschaffen und aufrechterhalten wird, entspricht nur den Interessen der Minderheiten, die die Ressourcen kontrollieren. Die militärischen Drohungen der NATO gegen Russland und die Reaktion Moskaus mit der Mobilisierung von Truppen an der Grenze zur Ukraine lassen sich nicht ohne den zugrundeliegenden Streit über den Zugang zu den natürlichen Ressourcen der Arktis, insbesondere Erdgas, und die Handelswege mit China erklären. Dieser Streit um die Kontrolle über die Ressourcen betrifft unmittelbar die gesellschaftliche Mehrheit, die sieht, wie ihr Lebensunterhalt in einem Konflikt zwischen internationalen Oligarchen, die die Beute teilen wollen, teurer wird. Wir, die Arbeiter:Innen-Klasse in den europäischen Ländern, sehen zu, wie sich unsere Lebensbedingungen verschlechtern, während wir als Geiseln benutzt werden.

Erklärung der CNT gegen den Krieg in der Ukraine und gegen den Militarismus

Die Haltung des spanischen Staates, sich aktiv an den Militärmanövern im Schwarzen Meer und in den baltischen Ländern zu beteiligen und den NATO-Gipfel im Juni 2022 auszurichten, ist eine Beleidigung und ein Angriff auf uns Arbeiter:innen, die wir seit Jahrzehnten aktiv gegen den Militarismus kämpfen. Wir kämpften gegen den Beitritt Spaniens zur NATO, gegen die Wehrpflicht, gegen die Teilnahme am Irak-Krieg. Die Beteiligung des spanischen Militärs an der Eskalation des Krieges gegen Russland ist völlig inakzeptabel, ebenso wie die Aggression gegen den Irak im Jahr 2003, deren Folgen in Form von Anschlägen uns sehr wohl bekannt sind. Wie wir alle wissen, ist es am Ende die Arbeiterklasse, die den Verlust ihrer Angehörigen zu beklagen hat.

Der spanische Staat treibt die Militarisierung des gesellschaftlichen Lebens voran, indem er Soldaten für zivile Aufgaben wie die Brandbekämpfung oder das Aufspüren von Kontaktpersonen in der Pandemie einsetzt, was in der Praxis bedeutet, dass denjenigen, die für die Gesellschaft wichtige Aufgaben erfüllen, sämtliche Arbeits- und Gewerkschaftsrechte entzogen werden. Der für militaristische und kriegerische Zwecke vorgesehene Haushalt wird auf diese Weise gerechtfertigt, aber wir sollten nicht vergessen, dass jeder Euro, der für die Fregatten ausgegeben wird, die heute der NATO im Schwarzen Meer dienen, ein Euro ist, der nicht für Infrastruktur, Gesundheit, Bildung, Renten oder andere öffentliche Dienstleistungen ausgegeben wird.

Wir von der CNT verurteilen die Beteiligung des spanischen Staates an diesen Manövern gegen Russland, wir fordern die Auflösung der NATO und die Zerschlagung ihrer Strukturen und wir fordern die Arbeiterklasse auf, sich gegen den Militarismus und für die Auflösung aller militärischen Organisationen in der Welt zu organisieren.

Der Krieg richtet sich nicht gegen Russland, er richtet sich gegen die Arbeiter:innen-Klasse.

Die Arbeiter:Innen-Klasse muss antworten: Krieg dem Krieg!

Pressekretariat des Nationalkomitees der CNT

[Quelle: https://www.cnt.es/noticias/declaracion-de-cnt-contra-la-guerra-en-ucrania-y-el-militarismo/]

ABGESAGT! 09.12.2021, Duisburg – Vortrag: Amazon in Aufruhr

Leider müssen wir die Veranstaltung aufgrund der aktuellen Pandemiesituation absagen, wir hoffen diese im nächsten Jahr zeitnah nachholen zu können.


Amazon ist in aller Munde, als Profiteur der Pandemie und Steuerbetrüger. Auch die Arbeitsbedingungen in den Lagern stehen in der Kritik. In der Öffentlichkeit kommen die ArbeiterInnen allerdings nur als Opfer vor. Dabei versuchen sie seit mindestens acht Jahren zum Teil erfolgreich, ihre Bedingungen selbst zu verbessern, indem sie sich organisieren und kämpfen. Wir wollen diese Versuche an Beispielen aus der BRD, den USA, Italien und Polen diskutierten. Gerade im Moment zeigt sich immer deutlicher, dass die ArbeiterInnen bei Amazon Teil eines Trends in der Logistik sind, wie u.a. der aktuelle Kampf der ArbeiterInnen bei Gorillas zeigt.

09.12.2021, 19 Uhr, Syntopia, Gerokstraße 2, 47053, Duisburg

Die Veranstaltung findet unter 2G-Bedingungen statt. Dies wird am Eingang kontrollieren: Führt bitte euer Impfzertifikat oder Genesungsnachweis sowie einen Lichtbildausweis mit. Weitere Infos dazu findet ihr hier.

Solidaritätskundgebung vor dem italienischen Konsulat in Dortmund

Auf den Straßen und in den Betrieben, wir werden kämpfen wir werden siegen!

Am heutigen Montag hat die FAU Initiative östliches Ruhrgebiet eine Kundgebung vor dem italienischen Konsulat in Dortmund durchgeführt. Ziel war es, unsere Solidarität mit dem Generalstreik in Italien auszudrücken, der von verschiedenen Basisgewerkschaften, unter anderem unserer Schwestergewerkschaft Unione Sindacale Italiana (USI) organisiert wurde (Mehr Informationen).

Die Kundgebung war für uns ein Erfolg und eine gute Erfahrung für unsere noch junge Initiative. Von 11.00 bis 12.30 Uhr standen wir gegenüber dem Konsulat, trugen die Forderungen der Streikenden über eine Anlage vor und sangen auch das ein oder andere Mal zusammen Bella Ciao, hier stimmten auch einige Besucher*innen des Konsulats mit ein.

Die Effektivität der Kundgebung wurde durch niedrigschwellige Repression der Polizei beschnitten. Zuerst wurde uns unter fadenscheiniger Begründung untersagt vor dem Konsulat zu stehen, sodass wir auf die andere Straßenseite hinter parkende Autos umziehen mussten. Später wurde uns untersagt, auf dem Boden zu kreiden (unter der Androhung eines Platzverweises) und Flyer zu verteilen (aus Pandemie-Gründen …). Speziell Letzteres erschwerte es natürlich, aktiv in Kontakt mit Passant*innen zu treten. Trotzdem wurden etwa 200 Infoblätter in der nahegelegenen Fußgänger*innenzone verteilt und teils interessierte Kurzgespräche geführt — natürlich unter Einhaltung von Schutzmaßnahmen.

Hiermit konnten wir also einige Menschen erreichen, unseren Kolleg*innen in Italien unsere Solidarität ausdrücken und den Druck, den der Generalstreik aufbaut, auch von hier aus unterstützen.

Nun hoffen wir inständig, dass die Forderungen unserer Kolleg*innen umgesetzt werden.

Zum Abschluss wollen wir noch unsere Solidarität mit der italienischen Gewerkschaft CGIL in Rom ausdrücken, deren Zentrale von Faschisten gestürmt und verwüstet wurde. Kampf dem Faschismus in jedem Land!