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11.03.2016: Die Angst wegschmeißen

facchini-corteoAm 11.03.2016 zeigen wir die Dokumentation „Die Angst wegschmeißen“ von labournet.tv. Danach wie gewohnt unser Kneipenabend.

Seit 2008 ist Norditalien Schauplatz ungewöhnlicher Ereignisse. Unternehmen, Politik und Medien nutzen den Kriseneinbruch, um die ohnehin schon bröckelnden Arbeiter_innenrechte weiter auszuhöhlen; auf der anderen Seite formiert sich jedoch gerade am untersten Ende der Lohnskala ein lebendiger und schlagkräftiger Widerstand.

Ausgerechnet den prekären und größtenteils migrantischen Arbeiter_innen in der Logistikbranche gelingt es, sich durch solidarische und effektive Organisierung aus ihrer Isolation und ihren erniedrigenden Arbeitsverhältnissen herauszukämpfen. Ein Kampf, der nicht nur ihre Arbeitsbedingungen, sondern ihr ganzes Leben verändert.

„Ich redete seit 2012 mit den Mädels, denn ich hatte von der Gewerkschaft SI Cobas gehört. Aber es gab da eine große Angst, denn sie bringen dich in eine Situation der Unterwürfigkeit. Du bist versklavt. Sie machen dir solche Angst, dass du nichtmal mehr „A“ sagst. Du sagst gar nichts mehr, du arbeitest Stück für Stück für Stück…  Ich sprach also mit den Mädels und ich weiß nicht, wie es kam: Es war ein Glück.“ (Yoox Arbeiterin, aus dem Film)

italienisch mit dt. ut, 80 min, 2015

11.03.2016 / Einlass: 19 Uhr / Beginn: 19:30 Uhr / Syntopia, Gerokstr. 2, 47053 Duisburg

Veranstaltung 11.11.2015: Vortrag & Diskussion: Zum Glauben verpflichtet? – Kirchliches Arbeitsrecht diskriminiert.

Trotz Tarif-, Arbeitsrecht und Antidiskriminierungsgesetz haben Arbeitnehmer_innen in kirchlichen Einrichtungen in Deutschland nicht die gleichen Rechte wie andere. Das kirchliche Arbeitsrecht geht mit seinen Loyalitätspflichten über Tendenzbetriebe hinaus und ermöglicht Kündigungs- und Anstellungsverhältnisse nach religiösen Bekenntnissen und Moralvorstellungen. Dies betrifft über eine Million(!) Menschen in Deutschland – betroffen sind nämlich keineswegs nur „verkündigungsnahe“ Berufe wie Pfarrer oder Diakon, die Regelungen gelten auch für Ärztinnen, Krankenpfleger, Hebammen, Lehrerinnen, Hausmeister, Küchenhilfen…
Die „Loyalitätsobliegenheiten“ hat die Politologin Corinna Gekeler zum Anlass genommen, Rechtslage, Politikwille und konkret Betroffene einer genaueren Analyse zu unterziehen. Ihre Studie „Loyal dienen“ bearbeitet 35 Erfahrungsberichte und zahlreiche Fallbeispiele rund um den „Dritten Weg“ und die Ausnahmeregelungen für kirchliche Arbeitgeber_innen. In ihrem Vortrag werden die diskriminierenden Sonderrechte der christlichen Religionsgemeinschaften gegenüber ihren Arbeitnehmer_innen kritisch beleuchtet und anschließend Änderungsmöglichkeiten diskutiert.

Diese Veranstaltung erfolgt in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW und der FAU Duisburg.

11.11.2015 / Einlass: 19 Uhr – Beginn: 19:30 / Syntopia, Gerokstr. 2, 47053 (Haltestelle: Pauluskirche) 

Veranstaltung 6.11.2015: Care Revolution

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Ob im Krankenhaus oder im Pflegeheim, Pflege muss immer schneller werden.
Personal wird abgebaut, weniger Personal muss aber die gleichen Aufgaben in kürzerer Zeit erledigen und Arbeiten werden in immer höherem Maße outgesourst, die Beschäftigten somit noch stärker hierarchisiert und gegeneinander ausgespielt.
Zu diesen restriktiveren Vorgaben gehört, dass für die Reinigung eines Krankenzimmers im Krankenhaus durchschnittlich 3 Minuten und für Patientengespräche 4 Minuten eingeplant werden.
Diese Arbeitsbedingungen führen nicht nur dazu, dass Beschäftigte permanent überarbeitet sind, sondern auch unter Dauerstress stehen und dadurch oftmals an Burn-Out erkranken.
Diese Effekte werden durch die schlechte Bezahlung in dieser Branche noch verschlimmert.
Mitsprache und Einbindung in die Entscheidungsstrukten gibt es kaum bis gar nicht.
Doch ebenso wie die Beschäftigten, tragen auch die Patienten einen Teil der Last und oft auch das Leid dieser Entwicklung.
In Pflegeheimen und Krankenhäusern gibt es Skandale, weil Alte und Kranke nicht in dem nötigen Maße gepflegt werden (können) und so deren Lage noch verschlimmert wird.

Doch wie ist diese Entwicklung aufzuhalten und was hat das Ganze mit feministischer Ökonomiekritik zu tun?
Alleine in Deutschland müssen rund 2 Mio. pflegende Angehörige ausbaden, wo die gesellschaftliche Verantwortungsübernahme und der Staat versagt.
In Krankenhäusern gibt es erste Proteste und auch Streiks, aber die Beschäftigten allein können die Situation nicht verändern.

Das Netzwerk Care Revolution bildet ein Bündnis aus Beschäftigten, Partienten und Angehörigen. Es bewegt sich etwas, doch wie kann`s weitergehen?

Die Veranstaltung soll auch eine Möglichkeit bieten das Netzwerk Care Revolution und ihre Arbeit kennenzulernen, welches am 7.–8. November ihr bundesweites (und offenes) Netzwerktreffen in Duisburg abhält.

6.11.2015 / 19 Uhr / Syntopia, Gerokstr. 2, 47053 Duisburg

13.5.2015: Veranstaltung „Was ist die FAU? Was ist Anarchosyndikalismus?“

Eine kleine Einführungsveranstaltung über die Gewerkschaft FAU, ihre Geschichte und Perspektiven, Theorie und Praxis. 

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Die FAU ist an erster Stelle eine Gewerkschaft. Das ist erst mal praktisch, da sie damit die Möglichkeit bietet, sich am Arbeitsplatz zu organisieren, dem Ort, an dem die meisten Menschen sehr viel Zeit verbringen. Denn bei Konflikten am Arbeitsplatz ist es immer besser, nicht allein dazustehen. Wie funktioniert das aber konkret? Wie sind die bisherigen Erfahrungen? Wer kann mitmachen? Was ist bei der FAU anders als bei anderen Gewerkschaften? Was sind ihre Mittel und Ziele? Und was hat es mit diesem ominösen Begriff „Anarchosyndikalismus“ auf sich? Diese und viele andere Fragen versuchen wir zu beantworten. Dazu wird es zuerst einen Vortrag geben.
Nach dem Vortrag stehen Mitglieder der FAU für Fragen und Diskussion bereit.

13.5.2015 | Beginn: 19 Uhr | Syntopia, Gerokstr. 2, 47053 Duisburg (Anfahrt), Facebook-Veranstaltung