Category Archives: Termin

14.01. in Bochum: Filmvorstellung „Economia Col-lectiva“

Filmvorstellung „Economia Col-lectiva

Wann? Samstag 14.01. ab 18:30 Uhr (Film beginnt pünktlich um 19Uhr!)

Wo? Soziales Zentrum Bochum, Josephstraße 2, 44791 Bochum (Haltestelle „Feldsieperstr.“ der U35)

Der Dokumentarfilm gibt einen tiefen Einblick in ein weitgehend vergessenes, aber nach wie vor inspirierendes Ereignis der jüngeren Geschichte: Die selbstbestimmte Kollektivierung von 80% der katalanischen Wirtschaft zwischen 1936 und 39.

Auf den faschistischen Putsch General Francos im Juli 1936 antworteten die Arbeiter Kataloniens mit einer sozialen Revolution. Die Besitzlosen und ausgebeuteten Arbeiter, zum Großteil Anarchosyndikalisten, organisierten die Wirtschaft neu, selbstorganisiert und erschufen ein bis dato nie gesehenes soziales Sicherungssystem. Eine der radikalsten sozial-ökonomischen Umbrüche im 20. Jahrhundert. Europas letzte Revolution.

Im Anschluss wird es noch eine Diskussion für Interessierte geben und der SchwarzRote Tresen macht wie gewohnt einen Kneipenabend.

Gewerkschaftliche Erstberatung

Als FAU-Duisburg bieten wir mit dem Offenen Büro im Syntopia in Duisburg bereits seit einiger Zeit eine Stelle zur Erstberatung an. Nun wird es auch im östlichen Ruhrgebiet, genauer gesagt in Dortmund, eine gewerkschaftliche Erstberatung geben. Wenn du also Probleme auf der Arbeit oder Stress mit dem Jobcenter hast, dann komm vorbei!


Dortmund:

Jeden 2. und 4. Mittwoch im Monat von 18:30 – 19:30 Uhr
Black Pigeon, Scharnhorststr. 50, 44147 Dortmund


Duisburg:

Jeden 2. Freitag im Monat von 17:00 – 19:00 Uhr
SYNTOPIA, Gerokstr. 2, 47053 Duisburg

Veranstaltungen Ende Oktober 2016

Ende Oktober wird es in verschiedenen Städten im östlichen Ruhrgebiet ein paar interessante Veranstaltungen geben. Teilweise von uns organisiert oder mit unserer Beteiligung und Infotischen.

  • 27.10. 20Uhr – Gebäude HGB an der Ruhr-Uni Bochum – Alternative Semesterstartparty

„Ab 20 Uhr wird vorm oder im Gebäude HGB gefeiert – ungenehmigt und unkommerziell. Es gibt Bier für 1 Euro und auch günstige nicht-alkoholische Getränke sowie veganes Essen gegen Spende. Dazu Trash und Elektro. An Infoständen könnt ihr auch verschiedene linke und anarchistische Gruppen an der Uni und in Bochum kennenlernen. Da die Polizei dieses Jahr v.a. bei Anti-Nazi-Protesten in Bochum mal wieder ihre Aufgabe sachgemäß und vernünftig erfüllt hat – nämlich das staatliche Gewaltmonopol zu schützen und daher vielen Antifaschist*innen ein Verfahren droht, steht die diesjährige Party unter dem Motto „Feiern gegen Repression“ und die Einnahmen aus dem Getränkeverkauf fließen größtenteils in Antirepressionskasssen. Grund für das Motto ist auch die Räumung der letzten Party. Für diese hat die Uni sich inzwischen entschuldigt und wir hoffen dieses Jahr bleibt alles entspannt.“ Vorher gibt es ab 18Uhr einen alternativen Erstirundgang. Start ist vor der Univerwaltung.

Weitere Infos unter schwarzerub.blogsport.de

  • 27.10. 21Uhr – Roxy Kino Dortmund (Münsterstraße 95) – Film „Memoria Viva“

„Die spanische Confederación Nacional del Trabajo, die CNT, ist eine legendäre Gewerkschaft. Während des Spanischen Bürgerkriegs war sie die Speerspitze gegen den faschistischen Putsch General Francos und gleichzeitig der Motor einer Sozialen Revolution, die zumindest für kurze Zeit zeigte, dass eine menschliche Gesellschaft möglich ist. Bereits in den Jahren zuvor erkämpfte sie Rechte, die in Zeiten des Neoliberalismus wieder utopisch scheinen. Und trotz Niederlage und Repression gibt es sie immer noch. MEMORIA VIVA erzählt die über hundertjährige Geschichte dieser anarchosyndikalistischen Gewerkschaft aus der Sicht ihrer Protagonisten – einfachen Arbeitern und Arbeiterinnen. Mit ihnen erleben wir ihre Geschichte, ihre Kämpfe, ihre Hoffnungen und Erwartungen. Eine Reise in die Utopie derjenigen, die eine neue Welt in ihren Herzen tragen.“ – Spanien 2014, 120 min, Regie: Antonio J. García de Quirós Rodríguez, (OmU)

Weitere Infos unter: afrheinruhr.blogsport.de

  • 28.10. 19.00 Uhr – Soziales Zentrum Bochum – Commons: Wirtschaften neu denken

Ausgehend von der Geschichte der Gemeingüter (Allmende) wird in dem Vortrag ein Übergang von der kapitalistischen Warenwirtschaft zu einer bereits heute möglichen freien Gesellschaft beschrieben. Die Überwindung der vorherrschenden (Re-)Produktionsweise ist nicht nur denkbar, sondern auch dringend nötig, da die profitorientierte Wachstumslogik dabei ist, die natürlichen Grundlagen unseres Planeten und ihrer Bewohner*innen auszuplündern und zu zerstören.

Weitere Infos unter afrheinruhr.blogsport.de

2. Öffentliche Treffen der FAU-Sektion östliches Ruhrgebiet [in Gründung]

Hast du Interesse an der Mitarbeit in einer basisdemokratischen und anarchosyndikalistischen Gewerkschaft? Dann werde aktiv in der Freien Arbeiter und Arbeiterinnen Union (FAU)!

Das nächste Treffen zum Aufbau von FAU-Strukturen im östlichen Ruhrgebiet findet am 11.05.2016 ab 19:30 Uhr im Anarchistischen Zentrum Black Pigeon in Dortmund (Scharnhorststraße 50) statt.

Anarchosyndikalistischer 1. Mai im Ruhrgebiet

Für Freund_innen der anarchosyndikalistischen und kämpferischen Gewerkschaftsbewegung gibt es 2016 gleich zwei Möglichkeiten zur Beteiligung im Ruhrgebiet.

DuisburgCD1W_A_XIAAN61k.jpg-large

11 Uhr: FAU-Block / Schwarz-Roter-Block auf der 1. Mai Demo in Duisburg. Start: 11 Uhr, Amtsgerichtsvorplatz Hamborn (Haltestelle: Hamborn Rathaus).

Ab 12 Uhr: FAU-Stand am Eingang zum 1. Mai Fest im Landschaftspark.

Bochum

Antikapitalistischer Block (Aufruf) mit FAU-Beteiligung auf der 1. Mai Demo in Bochum. Start: 10:15 in Bochum am Bergbaumuseum.

Wir sehen uns bei den schwarz-roten Fahnen!

Einführungsveranstaltungen im Mai 2016

4. Mai 2016 | Duisburg

„Was ist die FAU? Was ist Anarchosyndikalismus?“

Eine kleine Einführungsveranstaltung über die Gewerkschaft FAU, ihre Geschichte und Perspektiven, Theorie und Praxis. 

IMG_0469-2

Die FAU ist an erster Stelle eine Gewerkschaft. Das ist erst mal praktisch, da sie damit die Möglichkeit bietet, sich am Arbeitsplatz zu organisieren, dem Ort, an dem die meisten Menschen sehr viel Zeit verbringen. Denn bei Konflikten am Arbeitsplatz ist es immer besser, nicht allein dazustehen. Wie funktioniert das aber konkret? Wie sind die bisherigen Erfahrungen? Wer kann mitmachen? Was ist bei der FAU anders als bei anderen Gewerkschaften? Was sind ihre Mittel und Ziele? Und was hat es mit diesem ominösen Begriff „Anarchosyndikalismus“ auf sich? Diese und viele andere Fragen versuchen wir zu beantworten. Dazu wird es zuerst einen Vortrag geben.
Nach dem Vortrag stehen Mitglieder der FAU für Fragen und Diskussion bereit.

4. Mai 2016 | Beginn: 19:30 Uhr | Syntopia, Gerokstr. 2, 47053 Duisburg (Anfahrt) | Facebook-Veranstaltung


26. Mai 2016 | Dortmund

Vortrag mit Referenten der FAU Dresden:

Grundthesen des Anarchosyndikalismus

CZ4Vmr5WQAUXxIl.jpg-largeDie Welt verändern wollten viele linke Bewegungen. Sowohl die „Diktatur des Proletariats“ unter der
Führung einer so genannten revolutionären Partei als auch die Sozialdemokratie haben geschichtlich aufgezeigt, dass sie nicht in der Lage waren und sind das ungerechte System aus Leistungszwang, Unterdrückung und Bevormundung durch Staat oder eine so genannte Avantgarde aufzulösen. Viele idealistischere linksradikalen und libertären Strömungen versanken in Marginalität und Individualismus. Der Anarchosyndikalismus setzt dagegen auf radikale Basisdemokratie, Transparenz und eine sich bildende und kritische Massenbasis um die Verhältnisse zu ändern. Dabei orientiert er sich entlang sozialer Kämpfe und trifft so immer wieder mit den prekarisierten Mitmenschen auf einer Ebene gegenseitiger Hilfe zusammen. Der Vortrag gibt einen Überblick über Begriffe und Konzepte dieser politischen Bewegung.

Daneben wird die FAU und erste Ansätze zum Aufbau von anarchosyndikalistischen Gewerkschaftsstrukturen im östlichen Ruhrgebiet vorgestellt.

Eine Veranstaltung der Initiative für eine FAU-Sektion im östlichen Ruhrgebiet

26. Mai 2016 | Beginn: 19 Uhr | Black Pigeon, Scharnhorststr. 50, 44147 Dortmund | Facebook-Veranstaltung

6.4.2016: Die sozialen Bewegungen und der Anarchismus in Chile

charla-chile-la-brechaIn dem Vortrag von zwei Anarchisten aus Chile soll es zunächst um die jüngste Vergangenheit dieses südamerikanischen Landes gehen, um die Krise des politischen Systems angesichts sozialer und ökologischer Konflikte. Anschließend erzählen sie von den Herausforderungen, vor denen die sozialen Bewegungen in Chile stehen, mit einem besonderen Fokus auf die anarchistischen Ideen.

Vortrag und Diskussion: Spanisch mit dt. Übersetzung

6.4.2016 / 19:30 Uhr / Syntopia, Gerokstr. 2, 47053 Duisburg / Facebook-Event

11.03.2016: Die Angst wegschmeißen

facchini-corteoAm 11.03.2016 zeigen wir die Dokumentation „Die Angst wegschmeißen“ von labournet.tv. Danach wie gewohnt unser Kneipenabend.

Seit 2008 ist Norditalien Schauplatz ungewöhnlicher Ereignisse. Unternehmen, Politik und Medien nutzen den Kriseneinbruch, um die ohnehin schon bröckelnden Arbeiter_innenrechte weiter auszuhöhlen; auf der anderen Seite formiert sich jedoch gerade am untersten Ende der Lohnskala ein lebendiger und schlagkräftiger Widerstand.

Ausgerechnet den prekären und größtenteils migrantischen Arbeiter_innen in der Logistikbranche gelingt es, sich durch solidarische und effektive Organisierung aus ihrer Isolation und ihren erniedrigenden Arbeitsverhältnissen herauszukämpfen. Ein Kampf, der nicht nur ihre Arbeitsbedingungen, sondern ihr ganzes Leben verändert.

„Ich redete seit 2012 mit den Mädels, denn ich hatte von der Gewerkschaft SI Cobas gehört. Aber es gab da eine große Angst, denn sie bringen dich in eine Situation der Unterwürfigkeit. Du bist versklavt. Sie machen dir solche Angst, dass du nichtmal mehr „A“ sagst. Du sagst gar nichts mehr, du arbeitest Stück für Stück für Stück…  Ich sprach also mit den Mädels und ich weiß nicht, wie es kam: Es war ein Glück.“ (Yoox Arbeiterin, aus dem Film)

italienisch mit dt. ut, 80 min, 2015

11.03.2016 / Einlass: 19 Uhr / Beginn: 19:30 Uhr / Syntopia, Gerokstr. 2, 47053 Duisburg

Veranstaltung 11.11.2015: Vortrag & Diskussion: Zum Glauben verpflichtet? – Kirchliches Arbeitsrecht diskriminiert.

Trotz Tarif-, Arbeitsrecht und Antidiskriminierungsgesetz haben Arbeitnehmer_innen in kirchlichen Einrichtungen in Deutschland nicht die gleichen Rechte wie andere. Das kirchliche Arbeitsrecht geht mit seinen Loyalitätspflichten über Tendenzbetriebe hinaus und ermöglicht Kündigungs- und Anstellungsverhältnisse nach religiösen Bekenntnissen und Moralvorstellungen. Dies betrifft über eine Million(!) Menschen in Deutschland – betroffen sind nämlich keineswegs nur „verkündigungsnahe“ Berufe wie Pfarrer oder Diakon, die Regelungen gelten auch für Ärztinnen, Krankenpfleger, Hebammen, Lehrerinnen, Hausmeister, Küchenhilfen…
Die „Loyalitätsobliegenheiten“ hat die Politologin Corinna Gekeler zum Anlass genommen, Rechtslage, Politikwille und konkret Betroffene einer genaueren Analyse zu unterziehen. Ihre Studie „Loyal dienen“ bearbeitet 35 Erfahrungsberichte und zahlreiche Fallbeispiele rund um den „Dritten Weg“ und die Ausnahmeregelungen für kirchliche Arbeitgeber_innen. In ihrem Vortrag werden die diskriminierenden Sonderrechte der christlichen Religionsgemeinschaften gegenüber ihren Arbeitnehmer_innen kritisch beleuchtet und anschließend Änderungsmöglichkeiten diskutiert.

Diese Veranstaltung erfolgt in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW und der FAU Duisburg.

11.11.2015 / Einlass: 19 Uhr – Beginn: 19:30 / Syntopia, Gerokstr. 2, 47053 (Haltestelle: Pauluskirche) 

Veranstaltung 6.11.2015: Care Revolution

Logo-für-Webseiten1

Ob im Krankenhaus oder im Pflegeheim, Pflege muss immer schneller werden.
Personal wird abgebaut, weniger Personal muss aber die gleichen Aufgaben in kürzerer Zeit erledigen und Arbeiten werden in immer höherem Maße outgesourst, die Beschäftigten somit noch stärker hierarchisiert und gegeneinander ausgespielt.
Zu diesen restriktiveren Vorgaben gehört, dass für die Reinigung eines Krankenzimmers im Krankenhaus durchschnittlich 3 Minuten und für Patientengespräche 4 Minuten eingeplant werden.
Diese Arbeitsbedingungen führen nicht nur dazu, dass Beschäftigte permanent überarbeitet sind, sondern auch unter Dauerstress stehen und dadurch oftmals an Burn-Out erkranken.
Diese Effekte werden durch die schlechte Bezahlung in dieser Branche noch verschlimmert.
Mitsprache und Einbindung in die Entscheidungsstrukten gibt es kaum bis gar nicht.
Doch ebenso wie die Beschäftigten, tragen auch die Patienten einen Teil der Last und oft auch das Leid dieser Entwicklung.
In Pflegeheimen und Krankenhäusern gibt es Skandale, weil Alte und Kranke nicht in dem nötigen Maße gepflegt werden (können) und so deren Lage noch verschlimmert wird.

Doch wie ist diese Entwicklung aufzuhalten und was hat das Ganze mit feministischer Ökonomiekritik zu tun?
Alleine in Deutschland müssen rund 2 Mio. pflegende Angehörige ausbaden, wo die gesellschaftliche Verantwortungsübernahme und der Staat versagt.
In Krankenhäusern gibt es erste Proteste und auch Streiks, aber die Beschäftigten allein können die Situation nicht verändern.

Das Netzwerk Care Revolution bildet ein Bündnis aus Beschäftigten, Partienten und Angehörigen. Es bewegt sich etwas, doch wie kann`s weitergehen?

Die Veranstaltung soll auch eine Möglichkeit bieten das Netzwerk Care Revolution und ihre Arbeit kennenzulernen, welches am 7.–8. November ihr bundesweites (und offenes) Netzwerktreffen in Duisburg abhält.

6.11.2015 / 19 Uhr / Syntopia, Gerokstr. 2, 47053 Duisburg